7 Conversion-Tipps für Ihre Danke-Seite

Wer seine Danke-Seite heute noch vernachlässigt, der lässt wichtige User-Gruppen, wie Käufer, Abonnenten oder Interessenten ohne weitere Bindungsmaßnahmen einfach ziehen. Doch gerade in jenen Usern, die soeben eine Handlung abgeschlossen haben, steckt enormes Potenzial, um sie zum nächsten Schritt in der Customer Journey zu bewegen.

Verabschieden Sie sich daher von dürftigen und unansprechenden Danke-Seiten. Nutzen Sie Ihre Danke-Seiten stattdessen, um Ihre Ziele und damit weitere Conversions zu verfolgen.

Wozu dient die Danke-Seite?

Die Danke-Seite gibt dem User die Sicherheit und Gewissheit, dass die Daten einer bestimmten Aktion, wie bspw. ein Kauf, ein Download oder eine Anmeldung abgeschickt und korrekt übermittelt wurden. Gerade weil der User die richtige Durchführung seiner Aktion prüft, genießt die Danke-Seite große Aufmerksamkeit. Sie eignet sich daher v.a. dafür, das User-Engagement zu erhöhen, die Kundenbindung zu vertiefen und Wiederkäufe zu fördern.

Eine 1-Satz Danke-Seite ist der beste Weg, um User ohne weitere Handlungsaufforderung von der Seite zu schicken – und das zu einem Zeitpunkt an dem das Commitment der User für das Unternehmen sehr hoch ist. Er hat schließlich durch den Kauf, einer Anmeldung oder anderen Aktion gezeigt, dass er dem Unternehmen vertraut und sein Angebot gut findet. Das Potential, den User zu weiteren Handlungen aufzufordern und damit weitere Ziele zu erreichen, wird an dieser Stelle zumeist unterschätzt. Wie Sie Ihre Danke-Seite optimal nutzen können, erfahren Sie in den folgenden 7 Tipps.

1. Durchgeführte Aktion positiv verstärken

Nach einem Kauf, kann dem User die nicht gewählte Alternative plötzlich attraktiver erscheinen und dadurch Zweifel hinsichtlich seiner getroffenen Kaufentscheidung aufkommen (dabei handelt es sich um den sog. Regret-Effekt). Um die entstandene Dissonanz beim Kunden zu reduzieren, ist es wichtig, ihm das Gefühl zu vermitteln, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Dies kann u.a. eine Gratulation zum Produktkauf („Wir gratulieren Ihnen zum Kauf des Produktes X!“) bewirken. Auch das nochmalige Unterstreichen der Qualität bzw. Vorteile der Marke oder des Artikels haben einen positiven Einfluss auf die getroffene Kaufentscheidung. Nach der Anmeldung zu einem Kundenclub kann der User bspw. mit der Aussage „Willkommen im Kreis der VIPs!“ in seiner Entscheidung bestärkt werden.

Darüber hinaus gibt es dem User die notwendige Sicherheit, wenn er über das weitere Vorgehen informiert wird. In den meisten Fällen wird dies eine Information über eine bereits versandte Bestätigungsmail beinhalten. Bei einem Kaufabschluss kann das Anführen der Bestellnummer und die Möglichkeit die Bestelldaten auszudrucken dem User zusätzliche Sicherheit geben. Triumph schenkt jenen Usern, die sich zum Newsletter anmelden einen Gutschein im Wert von € 5,-. Wie der User den Gutschein einlösen kann, wurde leicht verständlich und optisch ansprechend umgesetzt.

Danke-Seite Triumph

Auch das Anbieten von Service-Leistungen auf der Danke-Seite kann den User in seiner getätigten Entscheidung unterstützen. Beispielsweise gibt das Anführen eines direkten Ansprechpartners samt Telefonnummer, E-Mail Adresse und Foto dem User das Gefühl, persönlich beraten zu werden. Das schafft Vertrauen und ermöglicht dem User Rückfragen zu stellen. Der User fühlt sich serviciert.

Auch die Macht der Bilder können genutzt werden, um den User in seinem Handeln zu bestätigen. Ein Bild mit einem lächelnden Paketboten, der das Paket bereits in Händen hält, lässt den User wissen die Bestellung ist auf dem Weg. Ein gut inszeniertes und authentisches Bild der Mitarbeiter vermittelt v.a. im Dienstleistungsgewerbe das Gefühl „Wir sind für Sie da und freuen uns auf Sie“.

2. Newsletter anbieten

Nachdem der User eine Aktion durchgeführt hat, ist er grundsätzlich am Unternehmen und seinen Angeboten, Informationen und Aktionen interessiert. Daher lohnt es sich auf der Danke-Seite auf den Newsletter aufmerksam zu machen und eine Aufforderung zur Anmeldung zu setzen. Wichtig ist es dabei, die Vorteile und den Mehrwert, den der User daraus zieht, zu kommunizieren. Dies kann dem User durch die Darstellung eines Beispiel-Newsletters verdeutlicht werden. Ein Hinweis über den vertraulichen Umgang mit den User-Daten und die jederzeit mögliche Abmeldung vom Newsletter schafft Vertrauen und Sicherheit. Cyberport nutzt beispielsweise seine Danke-Seite um Newsletter Opt-Ins zu generieren.

Danke-Seite Cyperport

3. Zum Liken & Teilen auffordern

Das gezeigte User-Interesse gegenüber dem Unternehmen, bietet nicht nur einen guten Zeitpunkt den User zur Newsletter-Registrierung zu bewegen, sondern ihm alternativ den Kontakt über soziale Netzwerke zu ermöglichen. Die Aufforderung zur Beteiligung des Users an Social Media Aktivitäten kann auf zwei Arten erfolgen. Da der User vom Unternehmen überzeugt werden konnte, möchte er möglicherweise auch über aktuelle Neuigkeiten informiert werden. Der User kann dazu die Möglichkeit erhalten dem Unternehmen über Facebook, Twitter & Co zu folgen.

Eine andere Möglichkeit ist es, den User dazu aufzufordern die soeben gekauften Produkte über Social Media zu teilen, um das Erworbene Freunden zu präsentieren. Damit spricht der User eine Produktempfehlung aus, die sowohl die Reichweite als auch die Markenbekanntheit steigert. Wie eine solche Teilen-Funktion aussehen kann, wird am Beispiel von Amazon sichtbar.

Social Media Funktion auf der Danke-Seite von Amazon

Eine Erhöhung der Weiterempfehlungsrate über soziale Netzwerke kann mithilfe von Anreizen geschaffen werden. So macht es derstandard.at. All jene gewonnenen Abonnenten, die ihre Abobestellung auf einem Social Media Portal teilen, erhalten eine zusätzliche Abonnenten-Woche kostenlos dazu. Das Bild unterstreicht die Aufforderung nochmals auf visueller Ebene.

Social Media Teilen-Funktion auf der Danke-Seite von derstandard.at

4. Auf den Mitgliederbereich hinweisen

Die Danke-Seite ist die ideale Gelegenheit all jene User, die eine Bestellung über einen Gast-Account getätigt haben, vom Mitgliederbereich zu überzeugen. Die Vorteile sollten dabei ganz klar hervorgehen. Diese beinhalten häufig zusätzliche Zahlungsoptionen wie der Kauf auf Rechnung, die Möglichkeit den Lieferstatus zu verfolgen, das Speichern der letzten Bestellungen für Wiederkäufe, exklusive Angebote, u.v.m. So macht Eduscho nach dem Kauf auf seiner Danke-Seite auf die Vorteile einer Mitgliedschaft über die PrivatCard aufmerksam.
Zalando geht hier noch einen Schritt weiter und bewirbt auf seiner Danke-Seite einen von der Zalando-Website losgelösten exklusiven Shoppingclub, der nur für Mitglieder zugänglich ist und bis zu 70% günstigere Marken-Ware verspricht.

5. Zum Weiterkaufen animieren

Auf der Danke-Seite können auch Up- und Cross Selling Ziele verfolgt werden. Zum einen kann die Darstellung von thematisch passenden Artikeln zu einem soeben getätigten Kauf zum Weitershoppen anregen. Dies bietet sich v.a. bei komplementären Produkten, wie bspw. das Anbieten von Glühbrnen beim Kauf einer Lampe, an. Dabei sollten die nachträglich gekauften Produkte der ursprünglichen Bestellung zugeordnet werden, damit keine weiteren Versandkosten für den Kunden anfallen.

Zum anderen kann der User zu einem Wiederkauf motiviert werden, indem ihm ein Gutschein für den nächsten Kauf angeboten wird. Der Kunde wird dabei positiv überrascht und behält das Erlebnis in guter Erinnerung.

6. Kundendaten nach der Conversion anreichern

Um Kunden möglichst zielgerichtet ansprechen zu können, möchten Unternehmer so viele Informationen wie möglich von ihnen erhalten. Daher werden bei Formularen häufig möglichst viele Informationen abgefragt. Genau dabei handelt es sich um einen Conversion-Killer. User freuen sich in der Regel überhaupt nicht darüber Formularfelder auszufüllen. Je länger das Formular ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der User es nicht ausfüllt und die gewünschte Aktion nicht durchführt. Eine Option diesen Zwiespalt zwischen Datensammlung und Zielerreichung zu bewerkstelligen, ist es, auf der Abschlussseite nur die notwendigsten Daten abzufragen und zur Angabe von zusätzliche Daten auf der Danke-Seite aufzufordern. H&M demonstriert dies bei der Anmeldung zu seinem Newsletter.

Aufforderung zur Datenanreicherung auf der H&M Danke-Seite

7. Ideen für weitere Ziele

Die Danke-Seite kann noch weitere Ziele verfolgen, wie beispielsweise die Teilnahme an einem Gewinnspiel, das Einholen von Feedback, die Bewertung zur Aktionsdurchführung, das Einladen zu einer Veranstaltung, u.v.m. Beispielsweise fragt CHIP nach dem Download einer Software auf seiner Danke-Seite nach dem Feedback der User.

Feedback-Aufforderung auf der Danke-Seite von

Nach dem Kauf bei tiierisch.de wird der User dazu aufgefordert an einer Umfrage, die an ein Gewinnspiel gekoppelt ist, teilzunehmen.

Gewinnspiel auf der Danke-Seite von tiierisch.de

Es kann auch einfach ausreichen, den User auf eine bestimmte Seite zu schicken , wie bspw. zu den Top Sellern des Monats, zu den beliebtesten Blog-Artikeln, etc.

Fazit

Überlegen Sie sich welches Ziel Sie mit Ihrer Danke-Seite verfolgen möchten. Denn: Alle beschriebenen Handlungsaufforderungen gleichzeitig einzusetzen würde den User nur überfordern. Zusätzlich sollten Sie sich die Frage stellen, zu welchem Zeitpunkt in der Customer Journey auf welchen Danke-Seiten welche Botschaft an den User adressiert werden soll. Die gebildeten Hypothesen können anschließend auch mittels A/B-Tests geprüft werden. Vergessen Sie dabei jedoch nie, dass das “Danke” und die Sicherheit des Users, dass die Aktion korrekt durchgeführt wurde immer an erster Stelle steht.

Hat Ihre Danke-Seite schon eine Conversion-Rate? Welche Erfahrungen haben Sie mit der Optimierung Ihrer Danke-Seite gemacht? Ich freue mich über Kommentare und Shares.

Hinterlassen Sie einen Kommentar: