Die 4 wichtigsten E-Mail Marketing Kennzahlen + wie Sie diese verbessern

E-Mail Marketing ohne Messung und Evaluierung von Zielen ist – nennen wir das Kind beim Namen – schlichtweg dumm. Gerade die Möglichkeit zur umfassenden Messung der Resultate gehört zu den größten Stärken von E-Mail-Marketing. Wir haben für Sie die 4 wichtigsten Standard-Leistungsindikatoren (KPIs) für Ihre Mailings und Newsletter zusammengefasst – und zeigen Ihnen, wie Sie diese verbessern können.

1. Zustellrate

Wie viele Mails wurden zugestellt? 

Die Zustellrate zeigt das prozentuale Verhältnis von Versandmenge zu Zustellmenge. Als Versandmenge bezeichnet man die Anzahl der versendeten E-Mails. Die Zustellmenge errechnet sich durch Subtraktion der Bounces von der Versandmenge.

Zustellrate = ((Versandmenge - Bounces) / Versandmenge) x 100

Als Bounce wird eine E-Mail bezeichnet, die zwar versendet, aber nicht zugestellt wurde. Hier unterscheidet man zwischen Softbounces (=Mails, die aufgrund temporärer Ereignisse wie z.B. ein überfülltes Postfach nicht zugestellt werden) und Hardbounces (=Mails, die dauerhaft nicht zugestellt werden können).

Das Gegenteil zur Zustellrate ist somit die Bounce-Rate, die das prozentuale Verhältnis von Versandmenge zu Bounces zeigt.

So verbessern Sie Ihre Zustellrate:

Eine hohe Bounce-Rate (und somit eine niedrige Zustellrate) zeugt meist von einer veralteten Adress-Datenbank, die lange nicht gewartet wurde. Auch Codierungsfehler beim Upload einer neuen Empfänger-Liste können die Ursache für den Anstieg der Bounces sein. In jedem Fall sollten Sie Ihre Mailing-Datenbank überprüfen und Hardbounces sperren.

2. Öffnungsrate

Wie viele Mails wurden geöffnet?

Eine Sache vorweg: Die Messung von Öffnungen ist nicht ganz exakt. Öffnungen werden gemessen, indem ein sogenanntes Zählpixel als Bild eingebaut wird. Somit werden nur Personen erfasst, die auch Bilder herunterladen. Alle anderen können nur indirekt erfasst werden – beispielsweise über die logische Folgerung, dass für einen Klick auf einen Link auch eine Öffnung erfolgt sein muss. Fortschrittliche E-Mail Marketing Tools machen dies automatisch.

Brutto Öffnungsrate = (Öffnungen / Versandmenge) x 100

Netto Öffnungsrate = (Öffnungen / Zustellmenge) x 100

Generell unterscheidet man zwischen gesamten oder totalen Öffnungen und unique Öffnungen. Gesamte Öffnungen sind alle erfolgten Öffnungen, auch eine mehrfache Öffnung durch ein und dieselbe Person. Unter Unique Öffnungen werden hingegen nur Öffnungen durch verschiedene Empfänger gezählt – jeder Öffner also nur genau ein Mal.

So steigern Sie Ihre Öffnungsrate:

Neben Versandzeitpunkt und Absendername ist vor allem die Betreffzeile ein wichtiger Entscheidungsfaktor für die Öffnung einer Mail. Eine passende und zugleich ansprechende Betreffzeile zu verfassen, ist keine leichte Aufgabe. Wir haben für Sie 11 Tipps für effektive Betreffzeilen zusammengestellt.

3. Klickrate

Wie häufig wurden die Links im Mail geklickt?

Die Klickrate setzt die Klicks ins Verhältnis zur Zustellmenge.Genau wie bei der Öffnungsrate gibt es auch hier die Unterscheidung zwischen gesamten Klicks und unique Klicks. Bei der Netto Klickrate werden nur unique Klicks, also nur der jeweils erste Klick eines Lesers, gezählt, während bei der Brutto Klickrate auch Mehrfachklicks in einer Mail mitgerechnet werden.

Brutto Klickrate = (Klicks / Zustellmenge) x 100

Netto Klickrate = (Unique Klicks / Zustellmenge) x 100

Eine wichtige Kennzahl ist in diesem Zusammenhang auch die Klicks-zu-Öffnungen-Rate. Sie gibt an, wie viele Prozent der Öffner den Content interessant genug fanden, um einen (oder mehrere) Links zu klicken.

Click-to-Open Rate= (Netto Klicks / Netto Öffnungen) x 100

So erhöhen Sie Ihre Klickrate:

Grundsätzlich gilt: eine gute Call-to-Action ist Pflicht! Testen Sie hier auch verschiedene optische Varianten (z.B. Text-Links vs. Buttons) gegeneinander.  Auch die Teaser für die Links sollten packend formuliert und aussagekräftig sein. Sie müssen neugierig auf den Inhalt machen, ohne schon zu viel zu verraten. Dem Leser muss sofort klar sein, was er verpasst, wenn er nicht klickt. Genau wie beim Betreff sollten Sie auch hier testen, testen, testen! Nur so finden Sie heraus, was bei IHREN Empfängern ankommt.

4. Abmelderate

Wie viele Empfänger möchten keine Mails mehr erhalten?

Melden sich Empfänger über den im Mail gesetzten Abmeldelink ab, werden diese als aktive Opt-Outs gewertet. Die Abmeldungen werden ins Verhältnis zur Versandmenge gesetzt. Die Abmelderate gibt somit prozentual an, wie viele Empfänger sich nach dem Versand eines Newsletters bzw. einer Mail abgemeldet haben.

Abmelderate = (Abmeldungen / Versandmenge) x 100

So senken Sie Ihre Abmelderate:

Aus der Abmelderate lassen sich wichtige Erkenntnisse über die Qualität Ihrer Inhalte ableiten. Eine hohe Abmelderate ist ein Zeichen dafür, dass der Content Ihres Newsletters oder Mailings optimiert werden sollte. Interessante Neuigkeiten und gut recherchierte Inhalte bieten dem User echten Mehrwert. Ein weiterer Hebel ist die Frequenz Ihrer E-Mails: Wenn Sie zu lange keine Mails versenden, riskieren Sie, dass der Empfänger vergisst, wer Sie sind und sich deshalb abmeldet.
Sie haben noch Fragen? Oder wollen Sie Ihre E-Mail Marketing Kennzahlen verbessern? Wir helfen Ihnen gerne! Kontaktieren Sie uns via kontakt@e-dialog.at.

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