#pcon Live Blog: Aus der Praxis – Advertiser Podium

advertiser-podium3Wenn man Fachmedien liest, nutzen eigentlich schon alle seit 10 Jahren Programmatic Advertising: Doch wie läuft es wirklich? Welche Herausforderungen sind zu bewältigen – welche Erfolge gibt es zu feiern? Ein Podium mit erfahrenen Anwendern beleuchtet diese Fragestellungen auf der zum ersten Mal stattfindenden ProgrammatiCon Konferenz in Wien.

Als Diskutanten mit dabei: Philipp Schwarz von REWE Austria Touristik – Leitung Online Marketing, Manuell Zeller von T-Mobile – Vice President Digital Business und Carsten Lackner L’oreal – Programmatic Lead DACH. Moderiert wurde das Podium von Herwig Stindl vom Horizont das Advertiser Podiumsgespräch.

Programmatische Erfahrungen aus dem Reisemarkt

Philipp Schwarz erzählt, dass der Reisemarkt generell ein sehr schwieriger Markt ist, da sie kein eigenes Produkt haben, sondern Verteiler sind.

Immer mehr Leute reservieren online, eine neue Herausforderung für Advertiser, die man mitgehen muss. Deswegen bucht REWE seit einem Jahr programmatisch. Philipp Schwarz teilt seine Erfahrungen: “Wichtig ist es, am Anfang nicht zu sehr zu fokussieren. Man muss ständig lernen und die Kampagnen analysieren und optimieren.” Am Anfang war er übermotiviert, hat zu viel auf einmal getestet. Er hat davon gelernt, dass es viel wichtiger ist, Schritt für Schritt zu gehen. Seine Philosophie ist: “Langsam beginnen, überlegen, lernen, analysieren und ständig anpassen.”  Generell hat der REWE Konzern durch die ca. 3.5 Mio Kundenkarten in Österreich sehr viele Kunden-Daten, jedoch stellt es sich in der Praxis als schwierig dar, diese Daten mit der Digitalen Welt zu verknüpfen.

T-Mobile unterstreicht die Wichtigkeit von Zielgruppen und Segmenten

Manuel Zeller von T-Mobile unterstreicht die Wichtigkeit von Zielgruppen und Segmenten: “Das Wichtigste ist, die Kunden zu verstehen, Zielgruppen und Segmente zu erstellen und erst dann anzusprechen bzw. zu individualisieren.”  T-Mobile hat bereits ca. 20 Segmente definiert. Ihr oberstes Ziel ist nicht mehr die Conversion, sondern die Segmentierung.

Die Customer Journey ist bei ihnen im Gegenteil zu REWE eher länger: Es dauert etwa 40 Tage bis die Kunden zu einer Kaufentscheidung kommen. Somit sind kundenorientierte Kampagnen für sie am aller wichtigsten.

Verknüpfung zwischen Online und Offline nach wie vor schwierig

Carsten Lackner von L’Oreal erzählt, dass ihr Ziel in letzter Zeit die Auslastung der Printwelt war: “Ganz wichtig sind die Beziehungen zu Konsumenten, das Lernen von ihnen.” Dabei helfen natürlich und nur: Daten. Jedoch ist es bei einem Unternehmen wie L’Oreal schwieriger an Daten zu kommen, da die Produkte großteils über den Einzelhandel gekauft werden, und eine Verknüpfung zwischen Online- und Offline Welt nach wie vor sehr schwierig ist. Bisher war die Werbung sehr Produkt-orientiert. Für die Zukunft ist es wichtig, auch verstärkt in Richtung personalisierte Werbung zu gehen.

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